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Das interdisziplinäre Business-Weblog UnternehmensGeist steht allen offen, die sich mit Fragen rund um das Verhältnis von Geistes- und Sozialwissenschaften und betriebswirtschaftlichem Management beschäftigen wollen. Eigene Beiträge und Kommentare sind jederzeit willkommen. Herausgeber und ViSdP ist Frank Walzel. Kontakt: walzel@unternehmensgeist.net

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unternehmensgeist - 16. Nov, 17:03
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In dieser Sache gibt es, so denke ich, einen großen...
unternehmensgeist - 8. Nov, 11:43
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unternehmensgeist - 6. Nov, 19:19
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Bei dem Wort "Unterbewusstseinssteuerun g" zuckt das...
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Vernetzung bei Führungsthemen
Es freut mich im Internet auf Menschen zu treffen,...
unternehmensgeist - 26. Sep, 18:38

Montag, 12. Februar 2007

Pack' die Koffer: Der UnternehmensGeist zieht um!

Nach der selbst verordneten Zwangspause ist es wieder an der Zeit, ein Lebenszeichen des UnternehmensGeistes zu senden.

Das Traurige daran: Es wird auf nächste Zeit die letzte Nachricht auf UnternehmensGeist.net sein :-(.

Das Gute dabei: Es geht weiter unter einer neuen Adresse! Nachdem die Rechte an meiner Wunsch-URL auf DENIC überraschend frei gegeben wurden, steht dem "Umzug" zur neuen ".de-Adresse" nichts mehr im Weg.

Unter www.UnternehmensGeist.de finden Sie nicht nur neue Artikel, sondern auch sämtliche (!) alten Beiträge. Möglich gemacht hatten dies die Zauberhände eines hartnäckigen IT-Tüftlers, der während eines 30-minütigen Telefonats den Kampf der Formate an meiner Seite ausgefochten hatte :-).

Da ich es nach 560 Tagen nicht über das Herz bringe, meine alte twoday-Heimat im Nichts verschwinden zu lassen, bleibt das twoday-Account bis auf Weiteres bestehen. Das bedeutet im Detail: Die nächsten vier Wochen können Beiträge und Kommentare an dieser Stelle geschrieben werden, danach ist mit Neuem Schluss. Das Lesen im gesamten Blog ist aber weiterhin möglich.

Bleibt zum Schluss noch zu sagen: Ich hoffe, dass Sie mir auch als UnternehmensGeist.de-Leser erhalten bleiben und vor allem Gefallen am neuen moderneren "Look" und den neuen Inhalten finden.

Donnerstag, 16. November 2006

UnternehmensGeist in der heißen Bewerbungsphase

Nahezu jeder, der in Deutschland zur Kategorie Arbeitnehmer gehört, musste sich ihr einmal stellen, der Bewerbungsphase. Als geistes- und soziawissenschaftlicher Absolvent stecke ich momentan mittendrin und arbeite an Projekten für Assessment-Center oder Vorstellungsgespräche. Das nimmt mehr Zeit in Anspruch, als ich dachte. Ich kann deshalb in der Vorweihnachtszeit nicht so viel für UnternehmensGeist.net schreiben, wie ich es gerne tun würde. Ohne ein paar anregende Lesetipps entlasse ich Sie aber dennoch nicht:

Dienstag, 31. Oktober 2006

Vom "exotischen" Soziologen zum "echten" Unternehmensberater

Orchideen und geistes-/sozialwissenschaftliche Fächer haben zwei Dinge gemeinsam: Sie sind exotisch und erfreuen den Menschen. Das schien findige Zeitgenossen in der Wirtschaft auf die Idee gebracht zu haben, von "Orchideenfächern" und "Exoten" zu sprechen, wenn sie Absolventen der Anglistik oder Soziologie vor sich hatten. Nun, vielleicht setzt ja ein Umdenken ein, wenn sie von "exotischen" Unternehmensberatungen wüssten!

Einen guten Ruf genießt in Deutschland das Management Zentrum Witten. Als Ausgründung der privaten Universität Witten/Herdecke berät es seit sechs Jahren Unternehmen aber auch Organisationen im Non-Profit-Bereich. Ihre Arbeit begreift die Gruppe um Dirk Baecker, Fritz B. Simon und Rudi Wimmer eher als "Abfallprodukt der Forschung". Mit ein wenig mehr unternehmerischen Ehrgeiz geht die Unternehmensberatung osb International Consulting AG ans Werk. Sie unterhält neben ihrem Hauptsitz Berlin zwei Standorte in Tübingen und Wien, die aus dem Zusammenschluss der OSB (Berlin) mit der Gesellschaft für Systemische Organisationsberatung (Wien) und der kdw Management Consulting GmbH (Tübingen) herrühren. Eine oberflächliche Suche bei Google ergab, dass sich noch viele andere Beratungen auf dem Markt tummeln (keine Gewähr auf Vollständigkeit):

http://www.systemische-unternehmensberatung-und-coaching.de/
http://www.sticha.de/
http://www.insys-in.de/
http://www.ontus.de/
http://www.bentner.de/
http://www.systemische-unternehmensberatung.com/

In der Schweiz und Österreich sieht die Beraterlandschaft ähnlich aus, wenn nicht sogar ein wenig umfangreicher (Schwerpunkte in Wien und St. Gallen).

Wer kann da noch von "Orchideenfächern" und "Exoten" sprechen?!

Donnerstag, 26. Oktober 2006

Philosophierende Manager und ihre Spielverderber

Nachdem ich in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "karriere" (11/2006, S. 152) lesen musste, dass einem Abiturienten von einem Studium á la "Philosophy & Economics" an der Universität Bayreuth abgeraten wurde, da es nicht karrieretauglich sei, wurde ich nachdenklich. Die Erfahrungen der P&E-Absolventen, so die Begründung der Redakteurin, seien einfach nicht überzeugend. Bedenkt man, dass der Studiengang im Jahr 2000 aus der Taufe gehoben wurde, also gerade mal ein Jahrgang das Studium durchlaufen hat, ist das pauschale Urteil ungerechtfertigt.

Ich konnte nicht umhin mich zu fragen: War da eigentlich noch was? Paradigmenwechsel beim Management-Nachwuchs? Neues Denken in den Unternehmen? Interdisziplinäre Lösungsansätze?

Vermeintliche Antwort deutscher Karriere-Studienfächer-Denker: "Nein, ist uns alles zu unsicher, wir setzen lieber auf lupenreine BWL- und VWL-Master wie früher. Keine Ahnung wie wir mit ihnen den Wandel in Wirtschaft, Gesellschaft und Politik bestreiten, aber schließlich hat es ja früher auch geklappt."

Warum ein Ticken Philosophie in den Köpfen des Management-Nachwuchses gut aufgehoben ist, beantwortete Klaus J. Grün im populärwissenschaftlichen E-Journal "Philosophie & Wirtschaft" (Titel: "Wozu benötigen Führungskräfte Philosophie?"):

Wir benötigen Philosophie, weil sie
  • ein kritisches Verständnis der Inhalte unseres eigenen Bewusstseins vermittelt;
  • Strategien zur Unterscheidung des Wahren und den Falschen vermittelt und hierbei trotz aller Komplexität verständlich und nutzbringend die Hauptströmungen der Philosophie präsentiert;
  • Reflexion über die eigene Methode der Lebensführung - ihre Leistungsfähigkeit und ihre Grenzen befördert;
  • die Ausbildung des individuellen Wortschatzes fördert;
  • die Verbindung zwischen Denken, Reden und Handeln festigt;
  • uns Konzentration auf die Zusammenhänge der Abfolge von Gedanken erleichtert;
  • Selbstsicherheit durch methodisch erworbenes Wissen und Verstehen komplexer Zusammenhänge erzeugt;
  • in mancher Hinsicht Einblick in das Bildegesetz dessen, was wir überhaupt wissen können gibt;
  • schnelleres Verstehen und den Mut Lücken im Wissen zu erkennen und zuzugeben weckt;
  • Einblicke verschafft in den Mechanismus unseres religiösen Empfindens, das bei vielen Menschen so leicht verletzt werden kann;
  • Verständnis weckt für den gesellschaftlichen, ideologischen und psychologischen Beitrag von Religion;
  • behilflich ist bei der Beantwortung der philosophischen Frage: Wer ist der Mensch?

Mittwoch, 18. Oktober 2006

Wirtschaftsbuchpreis 2006: Philosophisches zum Thema Management

Es lohnt immer wieder in den Buchhandlungen auch mal einen Blick in die Ecke der Wirtschaftsbüher zu werfen. Mitunter finden sich dort abseits der vielen Management-by-Cowboy/Moses/Babysitter-Bücher einige Exemplare, die dem Leser einen neuen Blick auf Bekanntes erlauben, indem sie provozieren und ein wenig unbequem daherkommen. So ist es auch mit dem Preis für das beste Wirtschaftsbuch 2006 in der Kategorie Management: "Lean Brain Management" von Gunther Dueck. Die Initiatoren des Preises, die FTD und das Portal getAbstract schreiben dazu:

Der Preis in der Kategorie "Management" geht an den philosophischen Querdenker Gunter Dueck für "Lean Brain Management". Sein Buch ist eine ebenso geistreiche wie bissige Abrechnung mit dem Hang der Managerkaste zum Sparen - koste es, was es wolle. "Was können wir noch einsparen?" fragt Dueck und gibt selbst die Antwort: "Intelligenz ist sehr teuer!" Alle Denkverbote ignorierend beschreitet Dueck einen Weg, der zeigt, wie Unternehmen "mit null Hirn zum Erfolg" finden. Duecks Buch kann je nach Gusto als bitterböser Kommentar zur Ökonomisierung der Welt, als Anklage gegen die gedankenlose Vergeudung menschlicher Fähigkeiten oder als Schlusspunkt aller Managementmoden gelesen werden.


Obwohl Inhalt und Titel vermuten lassen, dass es sich beim Autor entweder um einen wirtschaftsnahen Philosophen oder einen philosophienahen Betriebswirt handelt, liegt man bei Beidem falsch. Gunther Dueck ist ausgebildeter Mathematiker (wie der Blick auf seine Vita zeigt)! Ich finde: Gerade dadurch gewinnt seine Kritik an der zahlenorientierten Sparwut in den Unternehmen enorm an Glaubwürdigkeit. Ein "Philosoph" hätte es nicht besser machen können.

Dienstag, 10. Oktober 2006

Ein Management-Modell für die gute Sache

Nicht nur Unternehmen brauchen Management, auch Non-Profit-Organisationen müssen verwaltet und geführt werden. Einen ganzheitlichen Ansatz liefert das Freiburger Management-Modell, benannt nach dem Verbandsmanagement Institut der Universität Freiburg in der Schweiz. Zur Zielgruppe des systemisch angehauchten Ansatzes zählen Kammern, Genossenschaften, Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände, Vereine, Kirchen, Parteien oder soziale wie kulturelle Organisationen. Wer sich in das etwas andere Management einlesen will, dem sei das Werk von Peter Schwarz, Robert Purtschert und Charles Giroud mit gleichnamigen Titel "Das Freiburger Management-Modell für Nonprofit-Organisationen" ans Herz gelegt. Das Erfreuliche an der Thematik ist: Auch wenn sich "die Wirtschaft" und die Welt der Wohltäter als vermeintliche Gegenpole in der Frage des Profits unterscheiden, funktionieren sie doch beide nach ähnlichen Prinzipien!

Mehr Informationen und Anregungen gibt es unter:
  • Kompetenzzentrum im Bereich Forschung und Weiterbildung für Nonprofit-Management:
    http://www.vmi.ch
  • FHS Nonprofit-, Sozial- & Gesundheitsmanagement am Management Center Innsbruck (MCI):
    http://www.mci4me.at/

Freitag, 6. Oktober 2006

Uni-Absolventen: Nach dem Examen ist vor dem nächsten Examen!

Eine aufmerksame Leserin dieses Business-Weblogs machte mich auf interessante Weiterbildungsangebote der Volkshochschulen aufmerksam. Der Vorteil der sogenannten Xpert-Zertifikate ist das gute Preis-Leistungsverhältnis. Vor allem Studenten und Absolventen haben damit eine günstige Alternative zu den teureren Programmen privater Anbieter. Weiterbildungswillige können sich aus drei Themengruppen unterschiedliche Kurse zusammenstellen:
  • "Culture Communication Skills" (CCS) bieten, wie der Name schon sagt, interkulturelles Wissen mit Modulen wie "Eigene Kultur", "Kulturelle Fremdheit", "Kulturelle Filter", "Technik des interkulturellen Umgangs", u.v.m.
  • Der "European Computer Passport" (ECP) unterrichtet den Teilnehmer in Wahlmodulen wie Datenbankanwendung, Tabellenkalkulation, Präsentation und anderen IT-Grundlagen.
  • Wer seine persönlichen und sozialen Kompetenzen für den Job auf Vordermann bringen will, kann dies mit dem Zertifikat "Personal Business Skills" (PBS) tun.
Mein Eindruck: Die Zertifikate ersetzen keinesfalls Praxiserfahrung, die in Praktika gesammelt wurde. Da aber Volkshochschulen in den meisten Städten zu finden sind und die Kursgebühren nicht das Einkommen eines Vollzeitjobs fordern, bietet sich hier eine gute Möglichkeit für Studenten/Absolventen am (Weiterbildungs-)Ball zu bleiben!

Montag, 2. Oktober 2006

Der wahre Kern des Managements

Es gibt Dinge, über die mich immer wieder wundere. Man möchte doch meinen, dass Menschen, die auf Ihrem Fachgebiet als "Guru" bezeichnet werden, entsprechendes Gehör und Aufmerksamkeit bekommen. Nun tat dies Peter Drucker, als er sich (wie so oft und erfolgreich) über das Wesen des Managements äußerte. Das Interessante daran war bzw. ist, dass das Echo in der "Community" heute noch zu wünschen übrig lässt .
Worum geht es?

In seinem Buch "Neue Realitäten - Wertewandel in Politik, Wissenschaft und Gesellschaft" (Berlin 1989, S. 273 f.) bezeichnet er Management in seinem Kern als eine geisteswissenschaftliche (!) Disziplin:

Im Management geht es um Maßnahmen und Anwendung. Prüfstein für den Erfolg sind die erzielten Ergebnisse. Damit wird Management zur Technik. Management geht aber auch mit Menschen um, mit ihren Werten, ihrem Wachstum und ihrer Entwicklung - damit wird Management zu einer Geisteswissenschaft. Das gleiche gilt für die Sorge des Managements um seine Auswirkungen auf die gesellschaftliche Struktur und das Gemeinwesen. (...) Management ist daher eine Disziplin, die wir traditionell als Geisteswissenschaft bezeichnen, Geisteswissenschaft deshalb, weil es um die Grundlagen des Wissens, der Selbsterkenntnis, der Weisheit und der Führung geht. Gleichzeitig ist Management eine 'Kunst', weil sie Praxis und Anwendung zugleich ist. Manager greifen auf Wissen und Einsichten der Geistes- und Sozialwissenschaften zurück, auf die Psychologie und Philosophie, auf Volkswirtschaftslehre und Geschichte, auf die Physik und auf die Ethik. Sie müssen aber dieses Wissen auf Effektivität und Ergebnisse konzentrieren, sie müssen sich darauf konzentrieren, einen kranken Patienten zu heilen, einem Schüler etwas beizubringen, eine Brücke zu bauen, eine benutzerfreundliche Software zu entwickeln und zu verkaufen. Aus diesen Gründen wird Management zunehmend die Disziplin und Praxis sein, durch die und in der die 'Geisteswissenschaften' wieder Anerkennung, Schlagkraft und Bedeutung erwerben.


Gefunden bei Flowmanagement.de (PDF-Dokument, S. 5, 2. Abs.).

Wer kann da noch behaupten, die Geisteswissenschaften hätten keine Erklärungskraft?

Dienstag, 26. September 2006

Schlüsselqualifikationen und was man darunter versteht

"Was sind Schlüsselqualifikationen? Über wie viele davon verfüge ich eigentlich? Kann ich sie durch Training ausbauen?" Solche oder ähnliche Fragen quälen meist Menschen, die sich für eine neue Stelle qualifizieren wollen. Doch was sind denn nun überhaupt "Schlüsselqualifikationen"? Die FTD hat in ihrer Serie "Business Wissen" den Begriff unter vier Oberkategorien gepackt:
  • Kognitive Kompetenzen umfassen das Denken in Zusammenhängen, die Fähigkeit zu logischem, abstraktem und konzeptuellem Denken, Transferfähigkeit oder Problemlösungsfähigkeit.
  • Kommunikative Kompetenzen sind die schriftliche und mündliche Ausdrucksfähigkeit, Beherrschung von Präsentationstechniken, Diskussionsfähigkeit, partnerorientierte Kommunikation.
  • Soziale Kompetenzen beinhalten Konflikt- und Kritikfähigkeit, Teamfähigkeit, Einfühlungsvermögen, Durchsetzungsvermögen, Führungsqualitäten oder Kundenorientierung.
  • Selbstkompetenz umfasst Selbständigkeit, Flexibilität, Kreativität, Initiative, geistige Offenheit und Mobilität, Ausdauer, Verantwortungsbereitschaft, Leistungsbereitschaft, Zuverlässigkeit, Umgehen mit Unwägbarkeiten, demokratische Grundhaltung oder ethisches Urteilsvermögen.
  • Allgemeines Basiswissen umfasst eine fundierte Allgemeinbildung, EDV-Kenntnisse, Fremdsprachen, interkulturelles Wissen, wirtschaftliches und juristisches Grundwissen, Arbeitswelterfahrungen, Lern- und Arbeitstechniken.

Wer knappe Definitionen lieber hat, wird in dem Beitrag auch bedient:

Eine Schlüsselqualifikation oder Soft Skill ist eine Kompetenz (Fähigkeit, Fertigkeit, Denkmethode und Wissensbestand), die über die fachliche Kompetenz hinausgeht. Die Schlüsselqualifikationen werden unterteilt in Methodenkompetenz, Sozialkompetenz, Selbstkompetenz und Handlungskompetenz. Sie helfen bei der Lösung von Problemen und beim Erwerb von Kompetenzen in möglichst vielen Inhaltsbereichen.

Quelle: "Was alle Mitarbeiter können müssen" von Jürgen Fleig (www.ftd.de)

Um die Sache abzurunden und auch die visuellen Lerntypen zu bedienen, hier das Ganze in abgewandelter Form als grafische Darstellung:

Schluesselqualifikationen

Quelle: www.hochschuldidaktik.net

Mein Eindruck: Um uns wirtschaftsnahe Geistes- und Sozialwissenschaftler ist dann ja gar nicht so schlecht bestellt oder doch?! Was denkt Ihr?

Dienstag, 19. September 2006

Sechs Thesen zum Thema Führung

Wenn es was zu feiern gibt, müssen nicht immer die Sektkorken knallen und der Alkohol fließen. Die Akademie für Führungskräfte in Bad Harzburg hat zu ihrem 50-jährigen Bestehen die Aktion www.in-fuehrung-gehen.de ins Leben gerufen. Dass damit ein bisschen PR für die Akademie gemacht wird, schadet dem Inhalt der Seite in keiner Weise. So hat der Geschäftsführer Daniel F. Pinnow sechs, wie ich finde durch und durch zustimmungswürdige, Thesen zum Thema Führung aufgestellt:
  • Führen ist kein Status.
  • Führen ist eine Dienstleistung.
  • Führen ist keine betriebswirtschaftliche Tätigkeit.
  • Führen fängt ganz früh an.
  • Führen ist keine Kunst.
  • Führen braucht Bewegung.

Da die Macher den Führungsbegriff nicht auf die Wirtschaft eingrenzen, sondern - dafür gebührt ihnen ein dickes Lob - auch für die Bereiche Sport, Kultur und Gesellschaft gebrauchen, kann ich die Artikel der Seite zur Lektüre nur schwerstens empfehlen.

Lesen sollten Geistes- und Sozialwissenschaftler (aber auch andere "Exoten") unbedingt die Ausführungen zur dritten These:

Betriebswirtschaftliche Kenntnisse sind nützlich, sie verhindern gute Führung keineswegs. Aber es hat sich bereits herumgesprochen, dass BWL-Kenntnisse nicht Voraussetzung sein sollten, um Führungskraft zu werden. Warum kommen nur BWL-Studenten im Laufe ihres Studiums mit Führungsaufgaben, theorien und -maximen in Berührung? Warum nicht Geistes- und Naturwissenschaftler?

Damit wäre wohl alles gesagt.

Donnerstag, 14. September 2006

Das Handelsblatt und ihr neuer Feuilleton

Wer sagt eigentlich, dass Wirtschaftszeitungen nicht auch Themen aus anderen Wissensbereichen aufnehmen und diskutieren? Nun, bis vor kurzem hätte ich diese Behauptung nicht so einfach unterschrieben. Doch dann stieß ich auf dem Online-Portal des Handelsblatts neben den vielen wirtschaftsrelevanten Rubriken wie UNTERNEHMEN, BÖRSE, ZERTIFIKATE + FONDS, VORSORGE + ANLAGE, etc. auch auf den Bereich WISSENSCHAFT + DEBATTE. Und siehe da neben Unterkapiteln wie ÖKONOMIE, ESSAY, NATURWISSENSCHAFTEN und LITERATUR finden sich auf einmal Beiträge zu den GEISTESWISSENSCHAFTEN.

Die Idee der Online-Redaktion klingt wie der Wahlspruch des Feuilleton: "Phänomene der Sozial- und Geisteswissenschaften bekommen hier ihr Forum." Jeder Beitrag kann nämlich in der Tat in einem Forum diskutiert werden. Dies soll jetzt aber nicht so klingen, als wollte ich mich darüber amüsieren oder lustig machen. Das Gegenteil ist der Fall: Auswahl und Aufmachung der Artikel sind absolut lesens- /sehenswert! Da finden sich u.a. Titel wie Der Printausgabe des Haus- und Hofblatts der deutschen Wirtschaft kann man nur wünschen, mehr von den "Exotenfächern" zu berichten, schließlich ist Wirtschaft viel mehr als BWL/VWL...oder wie ein deutsches Wirtschaftsmagazin in ihrem Slogan so schön sagt: "Nichts ist spannender als die Wirtschaft!"

Donnerstag, 7. September 2006

Managementliteratur: Die hohe Kunst des Fragens oder "Wär hat's erfund'n?"

Geht es nach einem neuen Ratgeber für (richtiges) strategisches Denken, sollten Führungskräfte neben den einschlägigen Standardwerken der BWL zu Werken der Weltliteratur greifen. Ganz oben dabei: Hänsel und Gretel. Spätestens ab diesem Zeitpunkt würden ernsthafte Manager und solche die es werden wollen, das Interesse an jeder weiteren Information verlieren, wenn, ja wenn der Autor Bolko von Oetinger nicht Senior Vice President der Boston Consulting Group (BCG) sowie Gründer und Direktor des BCG-Strategieinstituts wäre.

Bolko von Oetinger will in seinem "Hänsel und Gretel und die Kuba-Krise" Geschichte und Metaphern dazu benutzen, unangenehme Fragen zu stellen und um die Unternehmung so vor strategischen Fehlentscheidungen zu bewahren. Diese, so die Buchbesprechung bei perspektive blau, fördere das assoziative Denken, fördere ungewöhnliche Sichtweisen zutage und werfe somit immer wieder neue Fragen auf. Da drängt sich bei mir sofort die Frage auf: Kennen wir das nicht schon längst? Dass Klassiker der Weltliteratur als Erfahrungsschatz weit über das alltägliche Leben hinaus gelten, sollte trotz "Pisa-Schock" und finanzschwacher (Hoch)Schulen selbstverständlich sein. Von Nachholbedarf bei Managern berichtete hingegen Vanessa Dippel. Sie schrieb auf UnternehmensGeist von einem Literaturkurs an der Harvard Business School. Ich will jetzt nicht in kulturpessimistischer Art über einen Verfall der Allgemeinbildung bei Führungskräften jammern. Im Zweifel würde ich vielen von ihnen sicher Unrecht tun. Wenn wir aber "andere" Strategien, neue Managementstile und weitsichtige Entscheidungen fordern, sollten wir die Ursprünge dessen nennen: Es sind die Geisteswissenschaften! Sie gehören nicht nur in die Sonntagsreden der Manager, sondern in das Alltagsgeschäft der Unternehmen. Damit meine ich Nachwuchsrekrutierung, Weiterbildung und Management-/Unternehmensphilosophie. Dies von einem Unternehmensberater und "Exoten" wie Oetinger (er studierte Politikwissenschaft in Berlin) zu hören, ist da allerdings schon ein guter Anfang.

Donnerstag, 31. August 2006

NLP für Führungskräfte(nachwuchs) - umstritten aber interessant

Wer als Hochschulabsolvent den Anspruch hat, eine Führungslaufbahn einzuschlagen, sollte sich nach Möglichkeiten umsehen, an seinen Stärken und Schwächen zu arbeiten. Da ich die Vorstellung lange Zeit verwegen fand, ohne Personalverantwortung über Management zu reden, mied ich auch die einschlägigen Ratgeber. Aber schließlich kann man damit nicht erst anfangen, wenn es mal soweit sein wird. Schließlich gilt es dann einen "Warm-" und nicht einen "Kaltstart" hinzulegen.

Als (wohlgemerkt) eine Möglichkeit, an seiner Kommunikation zu arbeiten, bietet sich NLP an. Neurolinguistisches Programmieren wie der Mix aus verschiedenen psychologischen Ansätzen ausgeschrieben heißt, hat viele Anhänger bei Menschen in Führungspositionen und auch bei diversen Beratern und Coaches. Da NLP auf eine Vielzahl von Ansätzen zurückgeht, hält es einer strengen wissenschaftlichen Überprüfung nicht stand und ruft ebenso viele Kritiker wie Anhänger auf den Plan. Wie man auch immer NLP gegenüber stehen mag, ein Blick hinter die Kulissen des Kürzels lohnt auf jeden Fall. Schließlich sollte sich jeder ein Bild davon machen, was ihn als (Arbeits)Mensch in seiner Entwicklung weiterbringt und was nicht.

Dienstag, 15. August 2006

"Chef-Serie" Stromberg: Aus Managementfehlern lernen

Meist passiert es kurz nach dem Sommerurlaub: Liebgewonnene Sendenzeiten werden von den Programmdirektoren über den Haufen geworfen, weil a) die Sendung nicht genug Quote bringt oder b) neue Serien für die kalte Jahreszeit eingekauft wurden. So geschehen bei der Montags-"Chef-Serie" Stromberg, die mal eben von 22:00 auf 23:00 verlegt wurde, um den Mystery-Themenabend auf Pro7 mit einer weiteren Sendung abzurunden. Schade, für die Sprüche und Managementfehler in der Serie sollte man nicht gerade im Halbschlaf vor sich hindösen. Stromberg ist all das, was Menschen mit Personalverantwortung nicht sein sollten:

- intrigant,
- vulgär,
- inkonsequent,
- egoistisch,
- anbiedernd,
- sadistisch,
- inkompotent,
- launisch,
- ungerecht,
- opportunistisch,
- sexistisch,
- chauvinistisch,
- unorganisiert,
- unaufrichtig, ...

oder, um es mit den Worten von Stromberg auf den Punkt zu bringen:

Man kann sich auch von oben nach unten einschleimen, ja, … diese Warmduscher-Chefs, die sich bei den eigenen Angestellten zum Affen machen um beliebt zu sein. Ich bin für klare Hierarchien. – Gott hat ja auch nicht zu Moses gesagt: “Hier Moses, ich hab da mal was aufgeschrieben, was mir nicht so gut gefällt. Falls du Lust hast, schau doch da mal drüber.“ Nein, da hiess es: „Zack, 10 Gebote. Und wer nicht pariert kommt in die Hölle. Bums, aus, Nikolaus.“

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