Wertloser MBA?
Für alle Geistes- und Sozialwissenschaftler gilt er als das Eintrittszeugnis in die Wirtschaft: der Master of Business Administration. Doch im Gegensatz zur Promotion türmt sich bei der Wahl der richtigen Hochschule ein Berg von Angeboten auf. Mit einiger Verzögerung machen es deutsche Hochschulen ihren angelsächsischen Vorbildern nach, jedoch größtenteils mit zweifelhaftem Erfolg und bescheidenem Renommé.
Dieses weltweite Überangebot an MBAs (in Deutschland bis in Fachhochschulen und Berufsakademien hinein) rief nun die ersten Kritiker auf den Plan. Der Vorwurf: falsche Lehrpläne, sinkende Akzeptanz, unverhältnismäßige Kosten. In einem Beitrag auf Jo's Jobwelt - einem Business-Weblog der Wirtschaftswoche - wurde der Rückzug auf sogenannte Executive MBAs vorgezeichnet, da hier eine gewinnbringende Weiter- und Ausbildung der Führungskräfte gewährleistet wäre. Teilnehmer dieser Programme seien im Schnitt 35 Jahre und brächten Berufs- und Führungserfahrung mit in den Unterrichtungsalltag. Das Urteil über einen Junior-MBA (Zulassung auch ohne bzw. mit nur geringer Berufserfahrung) fällt in den seltensten Fällen gut aus.
Als weitere Alternative wird ein berufsbegleitender MBA ins Gespräch gebracht. Das brächte den Vorteil mit sich, dass der Kursteilnehmer für den Arbeitgeber nicht völlig ausfällt und der Austausch zwischen der Seminartheorie und dem praktischen Unternehmensalltag erhalten bleibt. Das Gesamtbild, das von den Kritikern gezeichnet wird, bleibt dennoch trist. Zu groß sei die Auswahl an Programmen und zu gering bei aussagekräftigen Qualitätssiegeln.
Das macht mich stutzig: Wieso wird mit Vorliebe in Deutschland nach Möglichkeiten gesucht, die Besten vom Bodensatz der Blender herauszufiltern? Der Wettbewerb und die Nachfrage nach den Spitzeninstituten wird in ein paar Jahren seine Wirkung auf dem Bildungsmarkt entfaltet haben. Hervorragende und international geschätzte Abschlüsse werden durch beständige Leistung von Hochschulen über viele Jahre aufgebaut und nicht durch irgendwelche Rankings. Wer in der Branche einen guten Ruf genießt, bekommt das durch erfolgreiche Absolventen gezeigt. Pauschal von einem wertlosen MBA zu besprechen ist somit falsch. Wie immer gilt für Bewerber wie für den Anbieter der alte Grundsatz: Augen auf und hingeschaut!
Dieses weltweite Überangebot an MBAs (in Deutschland bis in Fachhochschulen und Berufsakademien hinein) rief nun die ersten Kritiker auf den Plan. Der Vorwurf: falsche Lehrpläne, sinkende Akzeptanz, unverhältnismäßige Kosten. In einem Beitrag auf Jo's Jobwelt - einem Business-Weblog der Wirtschaftswoche - wurde der Rückzug auf sogenannte Executive MBAs vorgezeichnet, da hier eine gewinnbringende Weiter- und Ausbildung der Führungskräfte gewährleistet wäre. Teilnehmer dieser Programme seien im Schnitt 35 Jahre und brächten Berufs- und Führungserfahrung mit in den Unterrichtungsalltag. Das Urteil über einen Junior-MBA (Zulassung auch ohne bzw. mit nur geringer Berufserfahrung) fällt in den seltensten Fällen gut aus.
Als weitere Alternative wird ein berufsbegleitender MBA ins Gespräch gebracht. Das brächte den Vorteil mit sich, dass der Kursteilnehmer für den Arbeitgeber nicht völlig ausfällt und der Austausch zwischen der Seminartheorie und dem praktischen Unternehmensalltag erhalten bleibt. Das Gesamtbild, das von den Kritikern gezeichnet wird, bleibt dennoch trist. Zu groß sei die Auswahl an Programmen und zu gering bei aussagekräftigen Qualitätssiegeln.
Das macht mich stutzig: Wieso wird mit Vorliebe in Deutschland nach Möglichkeiten gesucht, die Besten vom Bodensatz der Blender herauszufiltern? Der Wettbewerb und die Nachfrage nach den Spitzeninstituten wird in ein paar Jahren seine Wirkung auf dem Bildungsmarkt entfaltet haben. Hervorragende und international geschätzte Abschlüsse werden durch beständige Leistung von Hochschulen über viele Jahre aufgebaut und nicht durch irgendwelche Rankings. Wer in der Branche einen guten Ruf genießt, bekommt das durch erfolgreiche Absolventen gezeigt. Pauschal von einem wertlosen MBA zu besprechen ist somit falsch. Wie immer gilt für Bewerber wie für den Anbieter der alte Grundsatz: Augen auf und hingeschaut!
Frank Walzel - 15. Sep, 18:13
































Die Devise heißt nicht "Augen zu und durch", sondern vor allem rechtzeitig vorher das richtige Praktikum gemacht. Hat man das nicht getan, empfiehlt sich in der Tat eine Zusatzqualifikation. Eben wie Sie sagen, Augen auf und hingeschaut.
Besonders ärgerlich ist es natürlich, dass scheinbar gerade bei GSWlern ganz genau hingesehen wird, um nur ja keinen vor sich hinphilosophierenden Sozialkritiker einstellen zu müssen. Dass viele BWL-Absolventen mit ähnlichen Problemen zu kämpfen haben, ist zwar meiner Erfahrung nach absolut zutreffend, jedoch wird dem BWLer nicht schon aufgrund seiner seltsam anmutenden Qualifikation abgesagt.
Nun, hilft alles nichts, einen Job brauchen wir GSWler trotzdem. Nur wie drankommen? Das ist die große Frage. Vor allem gilt eins: Bange machen gilt nicht! Leute wie ich haben auch ohne entsprechendes Praktikum einen guten Job gefunden, ohne sich dabei extremen Arbeitsbedingungen aussetzen zu müssen.
Was sich ein Personalchef von einem GSWler erwartet, wenn der schon nicht im Controlling oder im Produktmanagement eingesetzt werden kann: Kommunikativität, Teamfähigkeit, klarer Ausdruck, Problemorientiertheit und vor allem: Sympathie.
So hats bei mir schon mehrfach geklappt, und nun ist die Berufserfahrung da. Die macht den vermeintlichen Nachteil der "schlechten" Qualifikation wieder wett. Wer sich mal zwei, drei Jahre im Job bewährt hat, dem stehen plötzlich wieder bessere Möglichkeiten offen.
Ich wünsche es Euch allen!
Legales Aufputschmittel
Wer nicht zumindest nicht rechtzeitig, aktiv und vielleicht auch ein wenig dickköpfig seinen Weg geht, bleibt nunmal auf einem Sachbearbeiter posten kleben. Aber selbst für "Spätzünder" (zu denen ich mich auch zähle) ist nicht im vorneherein Hopfen und Malz verloren. Dann gilt es eben betriebswirtschaftliche Zusatzqualifikationen zu erwerben. Angebote sind mittlerweile ausreichend vorhanden. Ein Artikel mit einem weiterführendem Link findet sich in meinem Artikel "Praxisinitiativen an den Unis".
Die Losung kann daher im allerbesten Werbejargon nur lauten: "Erfindet Euch selbst!" Nur wer sich ähnlich flexibel in "die Wirtschaft" einarbeitet wie er es bei der letzten Hausarbeit über ein wissenschaftliches Exotenthema getan hat, wird auch ernst genommen.
Der MBA ist dann eine mögliche Variante nach drei bis fünf Jahren Berufserfahrung die zweite Stufe zu zünden und seine Karriere/Lebenslauf abzurunden. Dass dieser Schritt ähnlich schwierig ist wie der anfängliche Berufseinstieg, steht auf einem anderen Blatt geschrieben.